Hinweise zum Wettbewerb mobil gewinnt

Thema des Wettbewerbs

Hinweis: Die Einreichungsfrist für den Wettbewerb ist beendet. Wir bedanken uns recht herzlich für Ihre Teilnahme!


Im Rahmen des Förderprogramms mobil gewinnt wird ein Wettbewerb ausgelobt. Der Wettbewerb bezieht sich auf Ideen und Konzepte, die geeignet sind, betriebliches Mobilitätsmanagement voranzubringen, zu verbreiten oder stärker zu verankern. Es werden daher nur entsprechende Vorhaben prämiert, deren Umsetzung noch ansteht.


Bei Inanspruchnahme von Fördermitteln entsprechend der BMVI-Förderrichtlinie darf mit der Umsetzung des Vorhabens nicht vor der Bewilligung der Fördermittel begonnen werden. Der Wettbewerb bezieht sich ausdrücklich nicht auf bereits umgesetzte Maßnahmen und bereits erzielte Erfolge zum betrieblichen Mobilitätsmanagement.

Teilnahmeberechtigte

An dem Wettbewerb können Betriebe aller Art teilnehmen. Als Betrieb gelten Standorte von gewerblichen Unternehmen, aber auch von öffentlichen und kommunalen Betrieben sowie von anderen Einrichtungen (z. B. Behörden, Verwaltungen, Bildungseinrichtungen, medizinische und wissenschaftliche Einrichtungen sowie Geschäftsstellen sonstiger Organisationen).


Die Standorte, auf die sich das im Wettbewerb eingereichte Vorhaben im Wesentlichen bezieht, müssen in Deutschland liegen.


Als Bewerber ausgeschlossen sind das BMUB, das BMVI sowie die diesen Bundesministerien nachgelagerten Behörden und Einrichtungen. Jurymitglieder (und deren Organisationen) sind von der Teilnahme am Wettbewerb ebenfalls ausgeschlossen. Sie dürfen auch nicht an den Projekten der Bewerber beteiligt sein.

Wettbewerbskategorien

Bewerbungen können in insgesamt vier Kategorien eingereicht werden, die die Jury jeweils getrennt voneinander bewertet. In jeder der vier Kategorien werden je drei Hauptpreisträger (1. - 3. Platz) gekürt.


KMU-Betrieb

In dieser Kategorie sind Vorhaben zu betrieblichem Mobilitätsmanagement in Betrieben mit bis zu 249 Mitarbeitern erwünscht. Das Vorhaben kann sich auch auf mehrere Standorte eines Betriebs beziehen.


Großbetrieb

In dieser Kategorie sind Vorhaben zum Mobilitätsmanagement in Betrieben mit mindestens 250 Mitarbeitern erwünscht. Auch hier kann sich das Vorhaben auf mehrere Standorte eines Betriebs beziehen.


Überbetriebliche Verbundprojekte

In dieser Kategorie können Bewerbungen eingereicht werden, wenn sich das Vorhaben zu betrieblichem Mobilitätsmanagement auf verschiedene Betriebe (z. B. in einem Gewerbe-/Industriegebiet, einem Stadtteil oder einer abgegrenzten Region) bezieht. Denkbar sind auch bilaterale Vorhaben zwischen Betrieben oder auch Vorhaben eines Zusammenschlusses von Unternehmen (z. B. einer Branche, einer Vereinigung, eines Verbandes etc.).

Im Fall von Verbundprojekten ist die Bewerbung von einem Akteur der Verbundgruppe einzureichen, der im Rahmen des Wettbewerbs als hauptverantwortlicher Ansprechpartner fungiert. Alle anderen beteiligten Akteure sind in den Bewerbungsunterlagen anzugeben.


Öffentlich-private Kooperationen

Diese Kategorie ist für Vorhaben zu betrieblichem Mobilitätsmanagement gedacht, die in Zusammenarbeit eines öffentlichen Hoheitsträgers, insbesondere einer Kommune, und Betrieben umgesetzt werden sollen. Auch hier sind ein federführender Ansprechpartner sowie alle weiteren beteiligten Akteure zu benennen.

Bewertungskriterien

Die im Wettbewerb eingereichten Vorhaben, Ideen und Konzepte sollen geeignet sein, betriebliches Mobilitätsmanagement voranzubringen, zu verbreiten und/oder stärker zu verankern. Bei der Bewertung und Auswahl der Bewerbungen werden folgende Kriterien zugrunde gelegt:


  • Verkehrlicher Effekt: Die Vorhaben tragen zur verstärkten Nutzung umweltverträglicher Verkehrsmittel, der Vernetzung der Verkehrsträger oder dem Einsatz integrierter Verkehrssysteme bei.
  • Umweltaspekte: Die Vorhaben tragen positiv zu Klimaschutz, Reduzierung von Emissionen, Einsatz erneuerbarer Energien, Verbesserung der Effizienz, Verkehrsbelastung, verringertem Ressourcen- und Flächenverbrauch bei.
  • Betriebliche Aspekte: Das Vorhaben hat positive Auswirkungen auf die Kostensituation und/oder trägt zur Mitarbeitermotivation bzw. leichteren Gewinnung von Personal bei.
  • Innovationsgehalt: Die Lösungen zeigen im Vergleich zu dem bekannten State of the Art innovative Wege auf (ambitionierte Änderungen, Erprobung übergreifender Kooperationsformen, Einsatz neuer Technologie und konsequente Nutzung der Digitalisierung).
  • Umsetzbarkeit: Das Vorhaben erscheint umsetzbar bzgl. Zeithorizont, Finanzierung, Wirtschaftlichkeit, rechtlicher Rahmen, Investitionsimpuls und Akzeptanz. Darüber hinaus ist es möglichst anschlussfähig zu einer etwaigen Fördermöglichkeit gemäß der BMVI-Förderrichtlinie.
  • Transferpotenzial und Leuchtturmcharakter: Die Vorhaben sollen hervorragende Konzepte mit hoher Strahlkraft und Transferpotenzial zur Umsetzung bringen (Skalierbarkeit, Massentauglichkeit, Übertragbarkeit, Multiplikator-Hebel-Wirkung). Die Lösungen schaffen Orientierung und regen zur Nachahmung an.
  • Integrationscharakter: Die Lösungen binden die relevanten Akteure ein (Integrationskraft), führen relevante Akteure innerhalb Betrieb und Umfeld/Kommune, Nachbarschaft und Gewerbegebiet zusammen und beachten die Sozialverträglichkeit.

Anforderungen an die Bewerbung

Hinweise zu den Anforderungen sowie die notwendigen Bewerbungsformulare zum Download finden Sie hier.

Auswahlprozess und Jury

Die frist- und formgerecht eingereichten Bewerbungen werden hinsichtlich der formalen Anforderungen geprüft und einer inhaltlichen Bewertung gemäß der o.g. Kriterien unterzogen. Die Auswahl der zu prämierenden Preisträger erfolgt durch eine Fachjury. Die Mitglieder der Fachjury entscheiden im Rahmen einer Jurysitzung abschließend über die Preisträger. Die Entscheidung der Fachjury ist verbindlich und kann nicht angefochten werden. Der Rechtsweg ist ausgeschlossen. Die Auswahl als Preisträger begründet zudem keinen Anspruch auf die spätere Förderung der Umsetzung des Vorhabens. Maßgeblich ist hierfür ausschließlich die entsprechende BMVI-Förderrichtlinie auf Basis einer gesonderten Antragstellung. Alle Wettbewerbsteilnehmenden werden rechtzeitig vor der Veranstaltung darüber informiert, ob sie zu den Preisträgern gehören.

Würdigung der Preisträger

Die Auszeichnung der Preisträger erfolgt im Rahmen einer Preisverleihungsveranstaltung am 13. Dezember 2017 in Berlin. Dabei sollen die ausgewählten Bewerber und ihre Vorhaben zu betrieblichem Mobilitätsmanagement auch in der Öffentlichkeitsarbeit gewürdigt werden. Dies soll auch dem erklärten Ziel des mobil gewinnt-Förderprogramms Rechnung tragen, gute Praxisbeispiele für betriebliches Mobilitätsmanagement und dessen Nutzen aufzuzeigen und zu verbreiten. Die Vorhaben der Preisträger werden auf der Projektwebsite vorgestellt und dienen als Basis für weitere Medienberichte.


Für die Öffentlichkeitsarbeit erhalten die Preisträger:

  • eine Auszeichnungsurkunde,
  • einen Gewinnerbutton (zur Nutzung für Website, Mails, Briefpapier etc.) sowie
  • Fotos der Urkundenüberreichung.


Im Rahmen der Auszeichnungsveranstaltung erhalten die Hauptpreisträgern die Gelegenheit, ihre Projektvorhaben vorzustellen. Hierfür ist als Format voraussichtlich ein Interview zwischen einem Vertreter des Bewerbers und einem Interviewpartner vorgesehen.

Die Anwesenheit eines hochrangigen Vertreters des Bewerbers bei der Preisverleihung ist ausdrücklich gewünscht. Für je zwei Vertreter der zur Prämierung ausgewählten Bewerber werden Reisekosten zur Preisverleihung nach Maßgabe des Bundesreisekostengesetzes übernommen.

Empfehlung zur Förderung der Umsetzung des Vorhabens

Die im Rahmen des Wettbewerbs zur Prämierung ausgewählten (insgesamt 25) Bewerbungen werden dem Bundesverkehrsministerium (BMVI) bzgl. der Umsetzung des Vorhabens zur Förderung empfohlen. Maßgeblich hierfür ist die entsprechende BMVI-Förderrichtlinie. Hierzu sind von den prämierten Wettbewerbsteilnehmern entsprechende formale Förderanträge beim BMVI bzw. dem vom BMVI beauftragten Projektträger einzureichen. Die ausgewählten Bewerber erhalten Unterstützung bei der Antragstellung.


Näheres regelt die Förderrichtlinie. Nach Angaben des BMVI stehen insgesamt 4 Mio. Euro Fördermittel zur Verfügung.


Vorsorglich wird darauf hingewiesen, dass bei der Beantragung entsprechender Fördermittel mit der Umsetzung des Vorhabens erst nach deren Bewilligung begonnen werden darf. Eine Prämierung im Rahmen des Wettbewerbs mobil gewinnt begründet keinen Anspruch auf Fördermittel. Der Antragsteller hat zudem zu erklären, dass das Vorhaben nicht schon anderweitig aus öffentlichen Mitteln gefördert wurde.

Weitere Wettbewerbsbedingungen

  • Die ausgewählten Preisträger sollen im Anschluss mit einer Kurzbeschreibung ihres Konzeptes sowie mit Namen und Kontaktdaten veröffentlicht werden.
  • Die Bewerbungsunterlagen und Kontaktdaten werden den Partnern des Projektes (BMUB, BMVI, ACE Auto Club Europa e.V., B.A.U.M. e.V., B.A.U.M. Consult) sowie den Mitgliedern der Jury übermittelt.
  • Die mit der Bewerbung eingereichten Unterlagen können nicht wieder zurückgesendet werden.
  • Die uneingeschränkte und copyrightfreie Verwendbarkeit der übermittelten Fotos/Videos ist zuzusichern.
  • Im Rahmen des Wettbewerbs, insbesondere auf der Preisverleihung, werden Videos, Filme und Fotos erstellt, für deren uneingeschränkter und kostenloser Verwertung die Bewerber ihr Einverständnis geben.
  • Mit Einreichen der Bewerbung dokumentieren die Bewerber, dass Sie die Teilnahmebedingungen zur Kenntnis genommen haben.